Mittwoch, 1. August 2007

Der Unterschied zwischen IPTV und Internetfernsehen



Beispiel für Videostreaming bei Youtube

Wiesbaden (fernsehen-im-internet) – Die Begriffe IPTV (Internet Protocol Television; deutsch: Internet-Protokoll-Fernsehen) und Videostreaming (Internetfernsehen oder Web-TV) werden im Sprachgebrauch und im Internet nicht immer richtig definiert. Beide sind zwei völlig unterschiedliche Übertragungstechniken:

IPTV kann man auf dem Bildschirm des Fernsehgeräts ansehen. Als IPTV wird die digitale Übertragung von breitbandigen Anwendungen - wie Fernsehprogrammen und Filmen - über ein digitales Datennetz bezeichnet. Hierfür verwendet man das dem Internet zugrunde liegende Internet Protokoll (IP).

Videostreaming kann man auf dem Bildschirm des PC oder Notebooks betrachten. Unter dem Begriff Videostreaming versteht man die Übertragung von Videodaten in Echtzeit. Damit ist das interaktive Abrufen von speicherintensiven audiovisuellen Daten über öffentliche Netzwerke (Internet) möglich. Beim Streaming wird ein konstanter Datenstrom von der aufzeichnenden Quelle (Encoder) über den Server, der die Daten speichert, bis zum abrufenden Endanwender aufgebaut. Der Endanwender muss nicht warten, bis die gesamten Bilddaten heruntergeladen wurden, sondern kann sofort das Video betrachten.

Für IPTV benötigt man eine spezielle Set-Top-Box. Diese wird an das Fernsehgerät angeschlossen und empfängt das Sendesignal aus dem Internet. Der Zuschauer wählt mit einer Fernbedienung die Kanäle.

IPTV und Videostreaming besitzen eine sehr unterschiedliche Qualität. Bei IPTV ist die Bild- und Tonqualität so gut wie beim Digitalfernsehen, beim Videostreaming dagegen nicht. Bei IPTV kann auch in HDTV (High Definition TV) übertragen werden. Und bei IPTV gibt es keine so genannten Ruckler oder Aussetzer.

Die hohe Qualität von IPTV wird erreicht, indem ein festgelegter Teil der Internetkapazität nur für das Fernsehsignal reserviert bleibt. Dieser Teil kann weder zum Surfen im Internet noch zum Telefonieren genutzt werden.